Saturday, June 16, 2012

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 27


 

Seite 27

Also weil wir’s doch nicht erleben, braucht man darum auch keinen Finger zu rühren, nichts für den Fortschritt der menschlichen Gesellschaft zur höheren Reife beizutragen, nichts für Kinder und Kindeskinder zu (seite 27) tun, die ebensolche Sklaven werden sollen, wie wir es sind und in dem nierigsten Pfuhl der heutigen Gesellschaftsordnung einst zugrunde gehen sollen?
Seht Ihr nicht, wie Eure Herren sich überall sogar international vereinigt haben zur Niederhaltung des Volkes?
Könnt Ihr Euch kein Beispiel daran nehmen und Euch auch international vereinigen auf ein Prinzip hin, nämlich das: Die Glückseligkeit aller Menschen wollen wir hier auf Erden erreichen, nicht erst nach dem Tode im Himmel. — —
Zum Schlusse möchte ich an die geehrten Leser und Leserinnen die Bitte richten, dieses Schriftchen nicht nur zu lesen und dann weg zu legen, wie es mit den meisten derartigen Schriften geschieht, sondern das Geschriebene auch zu beherzigen, darüber nachzudenken und zu besprechen, was sich in der Sache am besten tun läß, denn die Zeit ist sehr nahe, daß der Bruch kommen wird, weil er kommen muß!
Also wappnet Euch!
Denkt an das Beste und Sicherste, was Ihr Eueren Kindern und Kindeskindern hinterlassen könnt: Eine freie, des Menschen würdige Gesellschaft und mithin eine gesicherte Zukunst, denn:
Niemand wird Euch bringen
Das Tischleine, das sich selber deckt,
Doch vereint könnt Ihr erzwingen,
Daß das Schicksal sich vollstreckt.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

 

And so the TONGUE RUG project comes to an end.

Tracing my passage in the Québec landscape to various bodies of water with my family names (Legault/Lapalme/Angerbauer) over the last ten years was sometimes an exercise in getting lost but most often a process of discovery, be it landscape, genealogy, history, or language.

Tongue Rug Path Map

It's time now to set aside the overlapping tongues of the sladdakavring to pore over another ordering system — the pages of a 1908 pamphlet written by Joseph Angerbauer. With the WISHING TABLE project, I'll delve into this fable of a story and investigate further the notion of utopian communities in New Jersey.

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 26


 

Seite 26

Im besten Falle (seite 26) ein zusammengehungertes Vermögen von wenigen hundert Dollars.
Was wird ihnen das nützen, wenn sie es in die Hände bekommen?
Einige wenige werden es vielleicht gut anwenden und dabei etwas erzielen, die Mehrzahl aber wird in kurzer Zeit damit zu Ende und dann gezwungen sein, wieder ins Sklavenjoch zurückzukehren.
Könnt Ihr Eueren Kindern eine gute Erziehung geben? Nein.
Denn kaum sind dieselben der Volkschule entwachsen, werden sie ins Sklavenjoch gespannt und sind dann nicht mehr Euere Kinder, sondern die Sklaven anderer Leute, die über sie verfügen nach ihrem Belieben und Gutdünken.
Ist die Woche um, so bringen sie den Eltern ein paar Dollars nach Hause, die Kaum genügen, ihnen das Essen zu geben.
Sind sie dann so weit, daß sie den Eltern eine Stütze sein könnten, sind sie 18 oder 20 Iahre alt, dann kommen sie zum Militär oder heiraten und gar ost müssen die Eltern in diesem Falle auch noch eingreifen, wenn es ihre Mittel erlauben.
So ist der Lauf der Welt heutzutage.
Ein altes Sprichwort sagt: Ein Vater ernähren, und das bewahrheitet sich in den meisten Fällen.
Mancher Leser und manche Leserin wird sich vielleicht sagen: In diesem Schriftchen ist aber nichts von Religion erwähnt!
Demgegenüber möchte ich nur die Frage stellen, die sich jeder selbst leicht beantworten kann, ob denn die allgemeine Menschenliebe vielleicht weniger Religion in sich schließt als alle heute bestehenden sogenannten Religionen zusammengenommen, die wohl mitunter schöne Lehren geben, wie z. B. „Liebe deinen Nähsten wie dich selbst“, die aber nicht danach handeln? — — —
Da drängt sich denn die Frage aus: Was sollen wir also tun?
Einen Tag in jedem Iahre ist das Volk souverän.
Die freien Bürger gehen zur Wahlurne, um ihre Gärtner zu wählen, die vor der Wahl dem Bruder Arbeiter in schönen Reden alle erdenklichen Versprechungen machen, was sie alles für das arbeitende Volk tun werden.
Wenn sie erwählt sind, gehen sie auch an die Arbeit; sie beackern und besäen das Feld.
Unkraut für das Volk und Weizen für sich und ihre reichen und mächtigen Gönner.
Leider muß ich an dieser Stelle die Befürchtung aussprechen, daß viele der Ohren, denen ich hier gepredigt habe, taub sind.
Denn will man irgend einen Arbeiter über die heutigen Verhältnisse und über die zukünftige rein menschliche Gesellschaft aufklären, so wird man mitunter wohl angehört, aber zuletzt erfolgt als Antwort entweder ein höhnisches Grinsen oder der Ausspruch: Das erleben wir ja doch nicht, damit basta!
Also weil wir’s doch nicht erleben, braucht man darum auch keinen Finger zu rühren, nichts für den Fortschritt der menschlichen Gesellschaft zur höheren Reife beizutragen, nichts für Kinder und Kindeskinder zu (seite 27) tun, die ebensolche Sklaven werden sollen, wie wir es sind und in dem nierigsten Pfuhl der heutigen Gesellschaftsordnung einst zugrunde gehen sollen?

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 25


 

Seite 25

Der größte Teil des Bezirkes liegt schon seit mehr als einem Iahrzehnt unbenutzt da, weil er (seite 25) sich in den Händen von Landspekulanten befindet.
Durch Bearbeitung und Nutznießung des Brachliegenden könnten über 300 Familien Wohnung, Nahrung und Erwerb haben, so aber bringt das Land kaum Heu hervor, sondern nur langes Büschelgras, das im Herbste von einem der Farmer abgemäht und als Streu für das Vieh verwendet wird.
Ebenso schlecht steht es auch mit den hiesigen nicht kleinen Strecken Waldlandes, das gleichfalls unkultiviert ist und worin sich kaum zehn Prozent Nutzholz befinden.
Was hier im Kleinen, ist anderwärts im Großen der Fall.
Im Inneren unseres Landes liegen gewaltige Gebiete, die schon seit Iahrzehnten und Iahrhunderten brach und ungenützt liegen, obgleich sie außerordentlich fruchtbar sind und hunderttausende von Menschen und Tieren ernähren könnten.
Allein sie sind das Blümlein Noli me tangere, ein Rühr’ mich nicht an, denn sie sind „Privat Property“.
Nun streiche man aber das „Privat“ und gebe „Property“ denjenigen, denen es gehört, dem Gesamtvolke, der großen Allgemeinheit, dann wird es erst seinen wahren Wert erhalten.
Ia, werden mir vielleicht manche einwenden, dann wird es wieder Streit und Mord und Todschlag geben, weil jeder sich wird das beste Stück des Landes aussuchen und aneignen wollen.
O nein, antworte ich diesen, Ihr könnt darüber ganz beruhigt sein, nichts soll einem, alles soll allen gehören.
Ganz von selbst wird dann das Land meines Traumes zur Wirklichkeit werden.
Die Menschen werden sich in gemeinsamen Gruppen oder Gemeinden zusammenfinden, das gesamte Land gemeinschaftlich bewirtschaften, gemeinschaftliche Gebäude herstellen, ihre Bedarfsartikel mit gemeinschaftlichen Maschinen gemeinschaftlich verfertigen, einen gemeinschaftlichen Tisch haben und aller Sorgen um Gegenwart und Zukunft enthoben sein.
In solcher Gemeinsamkeit und Gemeinschaftlichkeit liegen überdies ungeheuere Ersparnisse an Wert und Arbeit.
Nehmen wir an, daß 400 Familien gleich sind 1000 Personen, und ziehen wir in Betracht, was jetzt der Haushalt von 400 Familien kostet und was ein gemeinsamer Tisch für 1000 Personen kosten würde, so wird uns dieses eine Beispiel schon lehren, was dadurch an Material und Arbeitskraft gespart werden kann, wie Kosten vermieden und die Errungenschaften der modernen Technik zum Wohle es Ganzen aus genutzt werden können.
Was jetzt 2000 Frauen einzeln an ihren schwälenden Herden bei häßlicher Arbeit tun müssen, würden dann ein Dutzend mühelos, fast spielend an den großen elektrischen Kochapparaten vollbringen können, beinahe nur so viele Minuten würden dazu ausreichen, als jetzt Stunden dafür notwendig sind.

Denket an Euere Kinder!

Ihr liebet Euere Kinder, nicht wahr?
Nun gut, was könnt Ihr ihnen geben?
Was werdet Ihr ihnen hinterlassen?
Im besten Falle (seite 26) ein zusammengehungertes Vermögen von wenigen hundert Dollars.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 24


 

Seite 24

Der heutige Industriebetrieb ist gleichfalls von unproduktiver Arbeit in großer Menge durchsetzt.
Wie viele Luxusartikel werden erzeugt, nicht nur zwecklos, sondern auch sinnlos, unschön und unkünstlerisch!
Aber selbst in Bedarfsartikeln, wie viel Schund wird da erzeugt.
Ware, an der sich der Käufer anschmiert und die nur gemacht zu sein scheint, den Fabrikanten zu bereichern!
Es könnte noch manches an unproduktiver Arbeit aufgezählt werden, es wäre aber überflüssig, weil bei einigem Nachdenken sich jeder selbst die Frage beantworten kann, was zweckmäßig und für die große Allgemeinheit nutzbringend ist und was diese Eigenschaften nicht hat.
Zieht man die Bilanz über die Arbeit so vieler Millionen Leute, die gezwungen sind, unproduktiv tätig zu sein, denkt man an die weiteren Millionen in aller Welt, die wegen der herrschenden Arbeitslosigkeit überhaupt zu feiern bemüssigt sind, so kommt man zu dem statistisch nachweisbaren Schlusse: Wenn alle arbeitsfähigen Männer und Frauen zu nutzbringender, produktiver Arbeit herangezogen würden, so wären durchschnittlich zwei Stunden täglicher Arbeit noch zuviel zur Erzeugung dessen, was die menschliche Gesellschaft braucht.
Heute arbeitet aber kaum ein Drittel aller Arbeitsfähigen, doch dieses Drittel zu einem Schandlohne acht, neun und zehn Stunden täglich, bloß damit der Arbeitgeber einen möglichst hohen Gewinn herausschlägt.
Der Rückschlag aber kann nicht ausbleiben.
Man sehe sich nur ein wenig um auf dem Markte!
Da findet man Unmassen von Artikeln in Vorrat gearbeitet, die alle ihrer Käufer harren und nicht abgesetzt werden können, weil die, die es kaufen sollen und oft genug es auch dringend benötigen, es nicht kaufen können.
Denn das bischen Geld, das sie erwerben, brauchen sie zu notwendig, um sich und Ihre Familie am Leben und arbeitsfähig zu erhalten.

Land! Land!

Millionen wogen in den Großstädten hin und her, und der größte Teil davon kommt nie aus der Großstadt und aus seinen elenden vier Wänden heraus, kann sich kaum eine Vorstellung davon machen, wie groß die Erde ist, wie verhältnismäßig wenig bevölkert und wie große Strecken auf ihr noch unkultiviert sind.
Um einen Begriff davon zu bekommen, muß man nicht erst Weltreisen unternehmen, muß man nicht erst in den Westen unseres Landes fahren, es genügt, außerhalb der Großstadt, nur fünfzehn bis zwanzig Meilen von ihr entfernt, einige Wochen zuzubringen und die hier liegenden Ländereien anzusehen.
Ich greife als Beispiel den kleinen Bezirk heraus, in dem ich mein Lager aufgeschlagen habe.
Es wohnen hier kaum 60 Menschen, darunter drei Farmer, die je 40 bis 60 Acker Landes besitzen, wovon sie vielleicht nur die Hälfte bewirtschaften.
Die übrigen besitzen hier ein Häuschen und einige Lots, sind aber in der Großstadt beschäftigt.
Der größte Teil des Bezirkes liegt schon seit mehr als einem Iahrzehnt unbenutzt da, weil er (seite 25) sich in den Händen von Landspekulanten befindet.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 23


 

Seite 23

Besieht man sich die Arbeit selbst etwas genauer, so merkt man bald, daß da die Waren (seite 23) nur hin und her gefahren werden, von einem Geschäft zum anderen, vom Erzeuger zum Großhändler, vom Großhändler zum Kleinhändler und in lieblicher Abwechslung so weiter, und bis sie den Konsumenten erreicht hat, ist sie im Preise um das Doppelte und Dreisache von dem gestiegen, was sie beim Erzeuger selbst gekostet hat.
Beim Kleinhändler aber kauft nur der Arbeiter, nur der Mann, dessen Einkommen so gering ist, daß er sich einen Einkauf im Größeren nicht leisten kann.
Am meisten bezahlen muß also derjenige, der am wenigsten hat, erstens weil er eben so wenig hat, und zweitens, weil er in seinem beschränkten Hüttchen, in seiner beengten Wohnung gar nicht den nötigen Raum hat, etwaige größere Mengen von Bedarfsartikeln aufzubewahren, so daß er im Kleinen einkaufen muß.
Im höchsten Grade unproduktiv ist auch unser Versicherungsbetrieb und das Kolportage-und Agentenwesen.
Ungezählte Tausende von Agenten laufen tagein tagaus, jahrein jahraus herum, um Versicherungen abzuschließen, Erhebungen zu pflegen, Gelder zu sammeln, die großen Kompanien zu bereichern, die ihren hohen Beamten ungeheuere Gehälter bezahlen, während die armen Agenten kaum in der Lage sind, sich das Paar Schuhe zu erneuern, das sie sich bei der Arbeit abgelaufen haben.
Massen von Schundliteratur werden durch ungezählte Tausende von Kolporteuren unter das Volk geworfen, wenige Verleger bereichern sich durch das Gift, das sie verschleißen, mit fürstlichem Vermögen und die armen Kolporteure laufen einher mit zerrissenen Schuhen und hungrigem Magen.
Nicht minder unproduktiv ist die Arbeit bei Uebersiedelungen, das Hin-und Herziehen von einer Wohnung zur anderen.
Wie viele Tausende von Arbeitern sind dabei beschäftigt, müssen sich schinden und quälen, das alte, morsche Gerümpel hin und wider zu schleppen, aus der alten  Wohnung, die gleich wieder bezogen wird, in die neue, die gerade erst von ihren früheren Inhabern verlassen wurde und noch im alten Schmutze starrt.
Wer hat damit wieder die häßlichste Arbeit?
Ihr Arbeiterfrauen!
Für Tage, oft für Wochen habt Ihr wieder zu waschen, zu reiben und zu scheuern, um die „neue“ Wohnung, in der Ihr wahrscheinlich nicht länger werdet bleiben können als in der alten, im bewohnbaren Zustand zu bringen.
Und doch müssen die Arbeiter am häufigsten übersiedeln, weil die Beschäftigung, die Anstellung an einem anderen Orte es erheischt oder weil wieder einmal der Geldbeutel gebieterisch fordert, daß eine billigere Wohnung genommen wird.
Die gut Gestellten haben es nicht so leicht nötig, oft zu übersiedeln, sie haben ja ihr wohl eingerichtetes Haus und die Reichen haben ihre Paläste.
Und die Häuser und die Paläste müßt Ihr Arbeiter bauen mit Eurem Schweiße und Eurer Gesundheit, während Ihr in dumpfen, luft-und lichtlosen Löchern wohnt. Könnt Ihr nicht Häuser mit guter Einrichtung und Paläste bauen für Euren eigenen Gebrauch? —

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Thursday, June 14, 2012

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 22


 

Seite 22

Wer noch an die Menschheit glaubt, der wird sich sagen müssen, daß der Menschengeist nur nach dieser Richtung hin sich betätigen kann, und da wir alle an die Menschheit glauben, so dürfen wir die schöne Zuversicht (seite 22) hegen, daß der Geist nicht ruhen wird, bis unserer Gesellschaft zu dem paradiesischen Gemeinwesen umgestaltet sein wird, von dem ich träumte und immer noch träume, bis das märchenhafte „Tischlein deck dich für alle!“ zur Wahrheit geworden sein wird.

Ein wenig Arbeitesstatistik.

Sind mir meine Leser schon so lange geduldig gefolgt, so werden sie mir wohl auch noch zu den wenigen noch folgenden Kapiteln zuhören, zunächst diesem.
Wenn sie etwa Schrecken ergreifen sollte vor den nun zu erwartenden Zahlenreihen, so seien sie nur gleich vorweg beruhigt, ich werde nicht mit Zahlen kommen, sondern will in diesem Kapitel nur auf einige Arbeit hinweisen, deren Unproduktivität allen bekannt ist, jedoch nicht allen klar zum Bewußtsein kommt weil nicht alle darüber nachzudenken Zeit haben.
Da ich kein Gelehrter bin, sondern nur ein einfacher Arbeiter, so weiß ich nicht, ob ich den Dingen und Begriffen immer richtig jene Namen gebe, die in der Gelehrtenwelt gebräuchlich und anerkannt sind.
Die Hauptsache bleibt, daß diejenigen mich verstehen, zu denen ich hiermit spreche, und für diese bemühe ich mich, so deutlich als möglich zu sein.
Deshalb erkläre ich kurz den Begriff der Unproduktivität, wie ich ihn im Nachstehenden gebrauche, indem ich sage, unter unproduktiver Arbeit verstehe ich jene, die entweder gar nichts einbringt oder deren ertrag in keinem Verhältnisse stecht zur Leistung.
Nach diesem Maßstabe gemessen ist die unproduktivste aller in unserer Gesellschaftsordnung bestehenden Tätigkeiten die des Militärs, weil sie nicht nur für das Allgemeine nichts abwirft, sondern sogar noch Millionen und Millionen kostet.
Millionen junger kräftiger Leute werden der produktiven Arbeit entzogen, um wie es so schön heißt, „dem Könige und dem Vaterlande“ zu dienen.
Sieht man aber etwas genauer hin, so erhält man einen anderen Vers.
Dem Könige dienen? Zugegeben.
Dem Vaterland?
Ganz und gar nicht.
Nicht dem Vaterlande dient der Soldat, sondern den Herrschenden, den Mächtigen, den Besitzenden, deren ganz unbegründete Vorrechte er zu schützen und zu schirmen hat.
Für solche durch gar nichts begründete, sondern nur widersinnige, eingebildete Rechte wird dem Soldaten rechtlos die Pflicht aufgebürdet, die Mordwaffen zu gebrauchen nicht nur gegen die Brüder vom Standpunkte des allgemeinen Menschentums, sondern sogar gegen die leiblichen Brüder, gegen Vater und Mutter selbst, wenn der Herrscher es befiehlt.
Eine zweite unproduktive Arbeit ist die Betätigung in dem jetzt üblichen Handelsbetriebe und dem damit zusammenhängenden Kanzleiwesen.
Ganze Armeen von Personen sind dabei beschäftigt, nur wenige, und das gerade die, die die wenigste und leichteste Arbeit leisten, erhalten mehr als auskömmliche Gehälter, während diejenigen, die die Hauptarbeit verrichten, kaum das zum Leben Notwendige bekommen.
Besieht man sich die Arbeit selbst etwas genauer, so merkt man bald, daß da die Waren (seite 23) nur hin und her gefahren werden, von einem Geschäft zum anderen, vom Erzeuger zum Großhändler, vom Großhändler zum Kleinhändler und in lieblicher Abwechslung so weiter, und bis sie den Konsumenten erreicht hat, ist sie im Preise um das Doppelte und Dreisache von dem gestiegen, was sie beim Erzeuger selbst gekostet hat.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 21


 

Seite 21

Schafft eine nicht im Hamse, dann legt sie selbst auch Hand an und hilft dem Manne verdienen.
Sie arbeitet sich ab und indessen verkommt zu Hause die Wirtschaft und werden die Kinder vernachlässigt.
Dann kommt noch Kummer und Kränkung dazu, und wenn das Iahr vorüber ist, ist wieder nichts erübrigt und für die Zukunft nicht gesorgt.
So geht es weiter, ich möchte trostlos sagen bis in die Unendlichkeit, wenn ich Trost nicht fände in den Gesetzen der Natur, über die auch jene nicht hinaus können, die unsere reizende Gesellschaftsordnung ersonnen haben und mit den Mitteln ihrer Macht und ihres Reichtums durchzwingen.
Eines dieser Naturgesetze aber heißt: Druck erzeugt Gegendruck.
Unumstößlich, wie jedes Naturgesetz, ist auch dieses: Der Gegendruck wird seine explosive Kraft beweisen, wenn die Zeit dafür gekommen sein wird, und diese Zeit rasch genug herbeizuführen, dem müssen wir unser Denken weihen.
Blättern wir nur zurück in dem Buche der Geschichte!
Wie oft und wie segensreich hat sich da dieser Gegendruck schon geäußert!
Ided Aeußerung des Gegendruckes hat uns ein kleines Endchen an Freiheit mehr gebracht, Freiheit in gewissen Institutionen, oder Freiheit im Denken.
Auch dieses war ja, noch ist es nicht gar lange her, in Fesseln geschlagen und Galileo Galilei erlitt von Henkershand den Tod auf dem Scheiterhaufen, weil er dem Weltensystem nachgegrübelt und die Wahrheit gefunden hatte, daß die Erde sich um die Sonne bewegt.
„E pur si muove“, rief er sterbend seinen Henkern noch zu, und doch bewegt sie sich, sie wird sich immerdar bewegen, und mit ihr wird sich auch der Menschengeist bewegen, vorwärts bewegen, bis die ersehnte Zeit herankommt, bis sich auch die Wahrheit ans Tageslicht wagen wird, daß alle Menschen gleich und gleichberechtigt sind, daß die Welt nicht für einen, nicht für einige wenige erstand, daß sie allen gehört, die auf ihr leben.
Erst wenn diese Zeit erschienen sein wird, wird wahrer Friede herrschen, wirkliche Brüderlichkeit und echte allgemeine Menschenliebe.
An der Arbeit werden all mit Lust und Liebe zugreifen, keiner wird sich zurückziehen, weil Arbeit nicht mehr Zwang, sondern die freie Betätigung des Willens zum Leben und des Willens, der Allgemeinheit zu dienen, sein wird.
Kummer und Sorgen werden verschwunden sein, denn jeder Mensch wird imstande sein, sich ordentlich zu ernähren und anständig zu kleiden, seine Kinder ordentlich erziehen zu lassen.
Somit werden alle reich sein, weil sie alles haben werden, was ihnen nötig ist und weil dann jene Zufriedenheit von den Menschen Besitz ergreifen wird, die in der Natur der Sache begründet ist und verhindern wird, daß einer sich mehr Besitz ersehnt.
Dann wird der Begriff der Armut nur mehr der Geschichte der Vergangenheit angehören.
Wer noch an die Menschheit glaubt, der wird sich sagen müssen, daß der Menschengeist nur nach dieser Richtung hin sich betätigen kann, und da wir alle an die Menschheit glauben, so dürfen wir die schöne Zuversicht (seite 22) hegen, daß der Geist nicht ruhen wird, bis unserer Gesellschaft zu dem paradiesischen Gemeinwesen umgestaltet sein wird, von dem ich träumte und immer noch träume, bis das märchenhafte „Tischlein deck dich für alle!“ zur Wahrheit geworden sein wird.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Wednesday, June 13, 2012

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 20


 

Seite 20

Ist der Mann fort, dann kommen die Kinder an die Reihe, die zur Schule (seite 20) müssen.
Sie müssen mit dem knappen Frühstück beteilt und beim Anziehen überwacht werden, daß der Lehrer an ihrem Aeußern nichts zu mäkeln habe.
Nach ihnen kommen die kleineren Kinder daran, die ihr Frühstück wollen, gewaschen, gekämmt und angekleidet werden müssen, und ehe sie an die eigentliche Hausarbeit nur denken kann, ist schon ein großer Teil des Vormittags vorüber.
Ietzt-ist der Tisch abzuräumen, das Geschirr zu reinigen und an seinen Platz zu bringen, das Bett zu machen, die Wohnung zu säubern.
Nun beginnt auch schon die Sorge für den Mittagstisch.
Was soll wohl heute wieder gekocht werden?
Das Geld ist knapp, viel kosten darf also das Mahl nicht, und doch sollen alle die hungrigen Mäulchen gestopft und soll dafür gesorgt werden, daß dem Körper die notwendigen Baustoffe für sein Wachstum und Gedeihen zugeführt werden.
Es folgt das Mittagessen, ohne den Gatten und Vater natürlich, oder vielmehr unnatürlich, und wieder abräumen, Geschirr waschen, in Ordnung bringen, und schon ist auch ein Teil des Nachmittags weg.
In der Ecke aber liegt schon ein Häuflein zerrissener Kleider und Wäschestücke, die der bessernden Hand bedürfen.
Eigentlich sollte ja Neues angeschafft werden, aber es langt ja nicht dazu, da muß eben ein Flicken neben den anderen, manchmal wohl auch einen über den anderen gesetzt werden, um die Sachen notdürftig in Stand zu setzen und wieder halbwegs gebrauchsfähig zu machen.
Darüber rückt die Zeit des Abendbrotes heran, es muß etwas eingeholt werden, denn der Mann kommt müde und hungrig heim und die Kinder haben immer Appetit.
An sich denkt die arme Geplagte am allerwenigsten und zu allerletzt.
Sie geht also einholen, die Kinder bleiben inzwischen allein und ohne Aufsicht, und geschieht inzwischen zu Hause irgend ein Unglück, dann kommt am Ende noch Nachbar A und Nachbarin B und verdammt die arme Mutter, die auf ihre Würmer nicht aufpaßt, sie allein läßt, statt sich um sie zu kümmern.
Dann wird das Abendbrot fertig gemacht, es wird gegessen, wieder muß der Tisch abgeräumt, das Geschirr gewaschen und besorgt, dann die Kinder zu Bette gebracht werden, der Tag ist zu Ende, mit ihm aber auch die Arbeitskraft und die Arbeitsfreude der gehetzten Frau.
Für ihre körperliche Erholung blieben ihr die wenigen Stunden Schlafes, für ihre geistige nichts, gar nichts, rein nichts.
So geht es denn einen Tag um den anderen, hie und da kommt noch zur angenehmen Abwechslung ein Waschtag dazwischen oder Großreinemachen oder ähnliche Hauswirtschaftssorgen, in diesem ewigen arbeitsreichen Einerlei vergeht Woche um Woche, Monat um Monat, Iahr um Iahr.
Fragt Euch selbst, Ihr armen, geplagten Frauen.
Ist ein solches Leben menschenwürdig?!
— Nein und abermals nein!
Eure Männer wissen es nicht, denn sie sehen es nicht, da sie doch herausmüssen ins „feindliche Leben, zu schaffen, zu streben“.
Es gibt sogar Kurzsichtige darunter, die noch meinen, die Frau habe es doch so herrlich schön, da sie nicht Hinaus müsse in die Arbeit.
Und dennoch habt Ihr die große Last.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Tuesday, June 12, 2012

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 19


 

Seite 19

Er ist ja der wirtschaftlich Schwache, über den der wirtschaftlich Starke rücksichtslos hinwegschreiten darf zu seinem Vorteile, über den er — er bezahlt ihn ja dafür mit einem Iammerlohne — nach Willkür verfügt zu seinem Vorteile, über dessen Leben er sogar zu seinem Vorteile versügt, indem er ihn an ungeschützte Transmissionen stellt, daß sie ihn tückisch erfassen und fort- (seite19) reßen in einen todbringenden Wirbeltanz, ihn in Steinbrüche stellt, wo Felsstürze ihn erschlagen, ihn in Bergwerke sperrt, wo giftige Gase ihn verderbendrohen umlauern, und alles das, weil er ihn „bezahlt“, ihm ein Millionten von dem, was der Arbeiter für ihn errackert, abgiebt, gerade genug, daß er des Leibes Bloße bedecken kann und nicht verhungert.
— Oder doch, er ist frei, er hat die Freiheit nämlich, seine Arbeitskraft zu verkaufen, zu verkaufen an täglich einen anderen Menschen, einen, der gerade so Mensch ist wie der Arbeiter selbst, aber die Macht hat, weil er das Geld hat, diese Arbeitskraft schäbig zu bezahlen.
Und wenn ein Iahr der Arbeit für den Arbeiter, ein Iahr des Wohllebens und des Genusses für den Mächtigen um ist, was ist des Iahres Ernteergebnis?
Der Reiche ist noch reicher geworden, der Arbeiter aber hat, wenn es gut ging, sein Leben kärglich gefristet, seine Familie kümmerlich ernährt, und was hat er erübrigt? — Nichts.
Wieder beginnt ein neues Iahr, wieder geht es in die Tretmühle harter Arbeitsfrohn, wieder ist am Schlusse das gleiche Ergebnis da, und Iahr und Iahr vergeht, eines wie das andere, und der Arbeiter bleibt immer auf demselben Flecke stehen, was er erübrigt hat, ist das leere, grausige, jammervolle Nichts.
Dann kommt das Alter.
Ist denn dafür gesorgt, Notgroschen zurückzulegen?
Dazu langte es nicht, und weiterarbeiten kann man ja nicht mehr, die Kraft reicht nicht mehr aus, da sie verzettelt und vergeudet werden mußte im Dienste für den Reichen.
Der aber hat ja Auswahl genug unter jungen, kräftigen Leuten, er würde sich ja nur für dumm halten, den Alten, Kraftlosen zu beschäftigen, wo des Iungen Kraft ihm das Vielfache von dem erschuften kann, was des Alten Kraftlosigkeit noch schaffen könnte.
Der Tungkräftige tritt an die Stelle des Altersschwachen, für den Alten ist schon gesorgt, er kann ins Armenhaus kommen, wo so herrlich — wer lacht da? — für ihn gesorgt ist, oder er kann — betteln gehen.
Ist es unter solchen Umständen für den Arbeiter nicht der Mühe wert, sein Hirn ein wenig anzustrengen und ernst darüber nachzusinnen, ob diesen schreckhaften Zuständen nicht ein Ziel gesetzt, wie dieser Zustand gebessert werden könnte?
Auch an die Frauen der Arbeiter möchte ich meine Worte dringen lassen, auch an sie, und in mancher Beziehung in erster Linie an sie, möchte ich die Aufforderung richten, darüber nachzu-sinnen und sich gegenseitig aufzuklären.
Denket zunächst an Euer gegenwärtiges Los, Ihr Frauen!
Am frühen Morgen muß die Arbeiterfrau im Sommer und im Winter sich von ihrem Lager erheben, Frühstück bereiten und das Mittagsbrot, das der Mann für die Mittagspause mitnimmt, da die kurze ihm dafür gewährte Frist nicht dazu ausreicht, daß er es im Kreise der Seinen zu Hause einnehmen könnte.
Am frühen Morgen muß sie damit beginnen, damit der Mann nur rechtzeitig an seine Arbeitsstätte kommt.
Ist der Mann fort, dann kommen die Kinder an die Reihe, die zur Schule (seite 20) müssen.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.

Sunday, June 10, 2012

Process: Tischlein, Deck Dich für Alle: Page 18


 

Seite 18

Später wurde eine Weltsprache neben der Muttersprache der einzelnen eingeführt und in alen Schulen gelehrt und dadurch verschmolzen sich die Völker allmählich zu jenem Bruderreiche, in dem wir nun das Glück haben zu leben, Dank unseren Vorfahren, die harte Kämpfe und Verfol- (seite18) gungen zu bestehen hatten, um das zu erreichen, denn sie waren es, die dem Erdenvolke ein Licht angesteckt haben, das nie erlöschen und in kurzer Zeit die noch zurückgebliebenen Völker ebenfalls erreichen wird.
Die Arbeit wurde Erholung und Zerstreuung statt einer Last, wie es früher der Fall gewesen war.
Es gab keinen Zwang mehr, jeder konnte nach seiner Neigung arbeiten und war aller Sorgen um die nächste Zukunft enthoben.
Der überflüssige Tand verschwand, der früher Tausende von Menschen zu nutz-und zweckloser Arbeit gezwungen hatte und nur darum erzeugt worden war, um andere zu bereichern.
Die jungen Leute, die Söhne des Volkes, die früher unnütze Militärdienste zu leisten gezwungen waren, sind zu nutzbringender Arbeit herangezogen, den Frauen ist die so anstrengende, erniedrigende Haushaltarbeit, Kochen, Waschen, Putzen usw. abgenommen und wird durch kräftige Männerhände und Maschinen getan, durch Zusammenziehung hunderter von Haushaltungen zu einer vereinfacht und segensreich gemacht für das große Ganze.
Die Menschheit jauchzte auf über die friedlich errungenen Erfolge und konnte es schließlich gar nich begreifen, wie es zugegangen war, daß die früheren Geschlechter diese Einfachheit nicht früher hatten erfassen können, daß sie ihre unwürdige Sklaverei so lange, so unmenschlich lange hatten ertragen können.
So sprach meine Freundin zu mir. Meine Brust weitete sich bei dem Gedanken an das Gehörte und Gesehene, ein tiefer Atemzug sollte mir Kraft geben zu einem lauten Iubelruf, da  — erwachte ich und die öde, nackte, den Geist und den Körper niederzwingende Wirklichkeit lag wieder vor mir.

3. Teil.

Vielleicht sind mir meine Leser gefolgt in mein Traumland. Wenn sie es getan haben, so werden sie wohl auch noch so viel Zeit und so viel Geduld aufbringen, einigen Worten zuzuhören, die ich hiermit an sie, namentlich an die Arbeiter unter ihnen und an die Arbeiterfrauen richte und die ich des genaueren Nachdenkens für würdig halte.
In dem Paradieslande, das mein Traum mir vorgegaukelt, herrscht Freiheit, Gleichheit und Bruderliebe.
Herrschen sie auch in unserer Welt?
Liebt der Reiche seinen Bruder Arbeiter?
Erachtet er ihn in irgendeiner Beziehung gleichgestellt?
Und vor allem, ist der Arbeiter in dieser mit bitterer Ironie „die beste aller Welten“ genannten Welt frei?
Mit nichten!
Oder doch, er ist frei, aber vogelfrei!
Er ist ja der wirtschaftlich Schwache, über den der wirtschaftlich Starke rücksichtslos hinwegschreiten darf zu seinem Vorteile, über den er – er bezahlt ihn ja dafür mit einem Iammerlohne – nach Willkür verfügt zu seinem Vorteile, über dessen Leben er sogar zu seinem Vorteile versügt, indem er ihn an ungeschützte Transmissionen stellt, daß sie ihn tückisch erfassen und fort- (seite 19) reßen in einen todbringenden Wirbeltanz, ihn in Steinbrüche stellt, wo Felsstürze ihn erschlagen, ihn in Bergwerke sperrt, wo giftige Gase ihn verderbendrohen umlauern, und alles das, weil er ihn "bezahlt", ihm ein Millionten von dem, was der Arbeiter für ihn errackert, abgiebt, gerade genug, daß er des Leibes Bloße bedecken kann und nicht verhungert.

 

Angerbauer, Joseph. Tischlein, Deck Dich Für Alle! Eine Betrachtung. West Norwood: Selbstverlag, 1908.